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Pünktlich mit Kind - Tschüss, Hektik!

Vorwort

Mit Baby, Kind und Kegel das Haus zu verlassen zieht eine Schleife an Tätigkeiten und unvorhersehbaren Geschehnissen nach sich, die ich mir vor meinem Mama-Dasein niemals hätte vorstellen können.

Pünktlich mit Baby oder Kind oder noch schlimmer mit Baby und Kleinkind an einem Ort einzutreffen, puhhh! Das war für mich echt anstrengend. Das das ganze Prozedere auch in entspannt funktioniert, schien mir lange Zeit unmöglich.

Doch der Weg zum Pünktlichkeitsziel ist superwichtig: Wenn ich mein Ziel mit genervten Kindern erschöpft und abgehetzt erreiche, läuft der Abschied im Kindergarten meistens ebenfalls mies, mein Gefühl ist schlecht, ich bin weniger erfolgreich bei meinem nächsten Termin, mein Kind benimmt sich bei unserem gemeinsamen Termin daneben, ich kann die Krabbelgruppe mit meinem Baby weniger genießen usw.  

Vollkommen egal, ob du morgens entspannt in Krippe, KiTa, auf deiner Arbeit, zu einem Arztbesuch oder anderem Termin mit deinem Kind nicht nur pünktlich, sondern auch entspannt und zufrieden eintreffen möchtest, dabei möchte ich dich heute unterstützen. 

Was also tun trotz Zeitdruck, ggf. Müdigkeit und all den anderen erschwerenden Bedingungen für einen entspannten und glücklichen Start in den neuen Tagesabschnitt?



1. Vom Abfahrts-Stress zum Aufbruchs-Flow

Zum Aufbruchs-Flow in 10 Schritten:


Was ist bis zum Aufbruch zu tun?

Es hilft mir, wenn ich die erforderlichen ToDos bis zum Aufbruch in Etappen aufteile.

Zeitpuffer

Ich die Zeiten für die jeweiligen ToDos großzügig mit Zeitpuffer im Sinne der Kinder plane. Plant auch eine Zeit für Unvorhergesehenes mit ein wie die volle Windel deines Babys kurz vor dem Aufbruch, den vollgespuckten Pullover.

Ein Schritt nach dem Anderen...

Eine sinnvolle Reihenfolge festlegen, bei der die Kinder möglichst wenig die Räume wechseln müssen. Diese Übergänge kosten Zeit. Spart ihr Übergänge, spart ihr morgens Zeit.

Wissen ist Trumpf!

Meinem Kind der Ablauf bekannt ist: Bei Babys ist es bereits wunderbar, in Worten und ggf. zusätzlich in Gebärdensprache anzukündigen, was du jetzt tun wirst. Meinem Kleinkind hilft ein selbstgebasteltes Büchlein oder ein gut sichtbarer Plan mit großen Bildern zu den einzelnen Steps

Alles griffbereit.

Alles hat seinen Platz. Wenn es morgens schnell gehen muss, wird es schnell stressig, wenn die benötigten Gegenstände wie Autoschlüssel, Mütze und Co. nicht sofort intuitiv griffbereit sind. Es hilft, wenn diese Dinge immer wieder sofort an ihren Lieblingsplatz zurückwandern dürfen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden.

Riiiiii...ng!!

Wenn dich und deine Kinder ein Ton oder ein anderes Signal daran erinnert, dass es jetzt Zeit ist von der einen ToDo-Station zur nächsten zu wechseln. Diese Übergänge sind insbesondere für Kleinkinder schwer zu ertragen. Sie sind in ihrer Tätigkeit vertieft. Mit einem Übergang von einer Tätigkeit zur nächsten reißen wir sie aus ihrer aktuellen Realität heraus. Kündige ich den Wechsel regelmäßig einige Minuten vorher an oder lasse ich mein Kind die aktuelle Tätigkeit vor dem Aufstehen beenden, wird der Widerstand meines Kindes mir gegenüber deutlich abnehmen.

Wer braucht was?

Die Bedürfnisse des Kindes ernst nehmen: Klar, ich habe das Bedürfnis rechtzeitig das Haus zu verlassen. Ich möchte, dass ich und meine Kinder rechtzeitig jahreszeitengerecht angezogen sind und morgens gefrühstückt haben. Ich möchte, dass unser Baby sauber und trocken für die Fahrt an mein Ziel ist. Doch was braucht mein Kind? Mein Baby hat vielleicht das Bedürfnis nochmal gestillt zu werden oder möchte seinem Ausscheidungsbedürfnis nachkommen, bevor es in der Babyschale unangenehm dafür wird. Das Stillen und bspw. Abhalten kann ich mit diesem Wissen fest in meine Routine vor der Abfahrt einplanen. 

Mein Kleinkind braucht dagegen bspw. Nähe von mir. Wie kann ich meinem Kind diese Nähe schenken ohne in zeitliche Bredouille zu kommen? Ich kann mein Kind beim Anziehen auf den Schoß nehmen, kann auch beim Anziehen helfen, obwohl es mein Kind eigentlich alleine kann. Das ist in diesem Fall kein Verwöhnen. Ich fülle seinen Nähe-Liebes-Tank auf und bremse nicht das eigene Autonomiebestreben durch Hektik oder Ungeduld. Ich kann als Abschiedsritual vor der Abgabe in Krippe oder KiTa eine liebevolle Umarmung, ein Kuscheln zeitlich einplanen. Bei Kindern, die gerne alles selbstständig machen möchten, kann ich entsprechend mehr Zeit einplanen und mein Kind eher an das Vorbereiten erinnern. Einem Kind, das noch zu Hause weiterspielen möchte, kann ich noch eine Spielzeit mit einplanen. Je nach Alter und Zeitpuffer auch nochmal zwischendurch oder am Ende, wenn alles fertig vorbereitet ist.

Wer trägt hier die Verantwortung?

Ich bin der Rudelführer. Ich trage die Verantwortung dafür, dass wir rechtzeitig und entspannt das Haus verlassen. Mein Kleinkind kann diese Verantwortung nicht tragen. Wenn ich es zulasse, dass ich durch das Trödeln meines Kindes zu spät komme, ist es meine Verantwortung, niemals die meines Kindes. Deshalb darf mein Kind hinterher, wenn es zu spät geworden ist, nicht die Schuld dafür aufgedrückt bekommen. Wenn ich mir bewusst mache, dass ich diese natürliche Autorität innehabe, diese elterliche Macht meine Kinder vor Gefahren zu schützen und unser Leben entspannt und zufrieden zu gestalten, ist das wertvoll.  Schließlich habe ich aufgrund meiner Gehirnentwicklung und Lebenserfahrung die Möglichkeit dazu. Es verhindert bei mir als Elternteil, das Gefühl der Machtlosigkeit darüber, dass meine Kinder nicht auf mich hören. Denn in meiner natürlichen Autorität bin ich mir 100%ig sicher, dass mir meine Kinder folgen werden, genauso wie Welpen ihrem Leitwolf folgen. Ich sage also „Kommt, jetzt fahren wir los.“, in der absoluten Sicherheit, dass meine Kinder mitkommen werden. Es verhindert auch, dass mein Kind die von mir unausgefüllte Führungsrolle übernimmt und in eigener Überforderung selber das Ruder in die Hand nimmt.

Klare Worte wählen

Klare Kommunikation:

-Anstatt eines „Hey, jetzt bitte nicht mehr spielen.“, hört mein Kind „Spielen“. Viele Füllwörter wie auch das bedeutsame NICHT hört mein Kind nicht. Das hängt mit der sprachlichen Gehirnentwicklung zusammen. Am besten sage ich deshalb, was ich von meinem Kind möchte anstatt zu betonen, was ich nicht möchte. Also in diesem Beispiel: "Bitte ziehe jetzt deine Schuhe an."

- Möglichst präzise sein: Ein „ziehe dich bitte an“ ist für kleine Kinder zu komplex. Versuche stattdessen „Ziehe jetzt bitte deine Hose an.“ 

- Auch ein „zieht EUCH jetzt bitte EURE Schuhe an“, wird bei Vorschulkindern ggf. noch nicht funktionieren, da sie sich noch nicht mit der Gemeinschaft identifizieren können. Eine direkte Ansprache beim eigenen Namen hilft.

Was ist mit mir?

Mich selbst nicht vergessen. Wie oft bin ich früher ohne Frühstück aus dem Haus gegangen. Wie oft war ich völlig erschöpft, weil ich nur auf die Kinder und nicht auf mich geachtet habe. Mache diesen Fehler nicht. Plane auch Zeit für dich mit ein: Für deine Dusche am Morgen, für deinen Cappuccino oder Tee, für dein gesundes energiegeladenes Frühstück oder Mittagessen.



2. Ein Morgen-Beispiel aus unserem Alltag


So habe ich es morgens mit unseren Kindern gemacht, als ich um 7:50 Uhr pünktlich mit unserer Tochter (2) bei den Tageskindern sein musste und Thiago (4) in den Kindergarten gebracht habe:


Ich stelle meinen Wecker zu 5:45 Uhr. Das ist eine halbe Stunde eher als die Kinder spätestens aufstehen müssen. Ich mache mein Morgenritual – yeahhh, Morgenpower für Mutti! Ich ziehe mich an und bereite unten das Frühstück vor. Dann suche ich die Anziehsachen für die Kinder heraus.


6:15 Uhr Meistens wacht unser Sohn zuerst auf. Was, wenn er oder unsere Tochter eher aufwachen? Dann unterstütze ich die beiden natürlich soweit erforderlich, konzentriere mich aber weiterhin auf meine Morgenroutine und ziehe mich zuerst an. Dabei denke ich daran, dass ich auch im Flugzeug erst mir die Sauerstoffmaske aufsetze und anschließend unseren Kindern. Deshalb mache ich erst mich fertig und helfe anschließend den Kindern. Unser Sohn schläft gut alleine durch, braucht aber morgens viel Nähe. Mit den Anziehsachen in richtiger Reihenfolge auf dem Boden und unserem Sohn auf meinem Schoß, starten wir das Anziehen. Er soll es alleine machen, aber ich helfe ihm, wenn er meine Unterstützung braucht. Sein Redebedarf ist hoch, also nehme ich mir Zeit, ihm im Rahmen unseres Zeitpuffers zuzuhören. Fertig. Unser Sohn darf schon runter zum Frühstücken gehen, kann aber auch noch oben bei uns bleiben.

6:30 Uhr Ich wecke unsere Tochter Adriana, sofern sie noch schläft. Meistens ist sie dann aber wach und spielt schon. Ich gebe ihr Bescheid, dass Zeit zum Anziehen ist. Sie erwidert „Nein“. Ich sage, ok, weil es unser Zeitpuffer für ihre Anziehzeit zulässt. Ich gebe ihr Bescheid, dass ich sie in 5 Minuten anziehen möchte, wenn der Wecker klingelt, ziehe den Wecker auf und stelle ihn sichtbar auf ihren Schrank im Zimmer. Solange begleite ich unseren Sohn nach unten, der nicht ohne mich frühstücken gehen wollte. Ich unterstütze ihn dabei, sich sein Frühstück aus der vorbereiteten Auswahl fertigzustellen und er isst. Riiiing! Der Wecker klingelt. Ich gebe meinem Sohn Bescheid, dass ich unserer Tochter beim Anziehen helfe, gleich wieder da bin, gehe hoch und unsere Tochter sagt zum Anziehen: Nein. Jetzt könnte ich darauf beharren, aber es stört mich auch nicht, wenn sie sich nach dem Frühstück anzieht. Ich biete ihr die Alternative: Jetzt anziehen oder jetzt frühstücken und danach anziehen. Adriana ist einverstanden, kleckert beim Frühstück und ich freue mich, dass sie noch im Pyjama ist. Ich esse jetzt selber in Ruhe mit.

07:00 Uhr Mein Wecker klingelt. „Adriana, Thiago, letzte Chance zum Frühstücken bis ihr satt seid. Gleich ist Anziehzeit.“ Ich stehe schon mal auf, lege die Anziehsachen für draußen bereit, kündige den Kindern die Anziehzeit nochmal an (der Übergang fällt ihnen am schwersten) und ziehe mich selber an.

Die Kinder haben jetzt zusammen 25 Minuten zum Anziehen. Sie bekommen meine Unterstützung wenn sie gebraucht wird und dürfen danach schonmal in das Auto in unserer Garage krabbeln. Natürlich ohne Schlüssel in der Zündung, he he. Das lieben sie und es spornt sie an. Auch der gegenseitige Wettstreit, wer jetzt wohl am ehesten fertig ist, unterstützt mich.

07:35 Uhr Ankunft im Kindergarten heute unter Corona-Bedingungen: Thiago möchte mich zum Abschied Umarmen und ein Küsschen geben. Immer im Wechsel küsst er mich und drückt mich fest an sich. Ich umarme ihn, sage nach dem 4. Küsschen. „So, jetzt noch ein letztes mal. Dann gehe ich los." Wenn das Loslassen schwer fällt, hilft bei uns das Rausschubsen. Ich springe dann übertrieben weit. Eine Mama meiner Tageskinder ist da noch kreativer gewesen und hat die Kinder ihr Auto raus schieben lassen. Wir haben die Mamas und Papas auch schon mit Seifenblasen weggepustet, ordentlich zum Abschied gewunken. Aber am meisten hilft es, wenn ich selber ein gutes Gefühl dabei habe, unseren Sohn in der KiTa zu lassen, mir selber darüber klar bin wann ich losmöchte und es sicher mitteile. Ohne ein vielleicht oder eigentlich. Und mir zu sagen, dass es ok ist, wenn mich mein Kind vermisst und traurig über den Abschied ist. Abschied zu nehmen ist nicht immer leicht, sollte aber mit der Zeit in einer guten Betreuungseinrichtung immer leichter fallen.

So machen wir es. Aber das ganze soll einfach nur ein Beispiel sein. Auf keinen Fall eine Anleitung. So wie ich es mache, kann es für dich stressig sein oder bei deinen Kindern nicht funktionieren. Falls ein paar Anregungen für dich dabei sind, schön! Damit du langfristig erfolgreich bist, darfst du aber deinen eigen Weg gemeinsam mit euren Kindern finden.


Und wenn ich merke, dass ich doch zu spät komme?


Damit sind wir am Ende dieses Beitrags angekommen. Ich hoffe, dass meine Tipps zukünftig für einen entspannteren Aufbruch mit deinem Kind sorgen.  Hat euch dieser Beitrag gefallen? Dann empfehlt ihn gerne euren Lieben weiter, denen ihr ebenfalls viel Familienglück wünscht. 

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Ich freue mich über dein Interesse. Bis zum nächsten Beitrag!

Herzliche Familienglücksgrüße

Deine Juliane

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Juliane dos Santos

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