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Rituale für Kinder
- leichter durch den Alltag -


Vorwort

Routinen sind gewohnte Abläufe, die sich als automatisierter Handlungsablauf nach ca. 6 Wochen der Wiederholung in ihrer vollen Pracht entfalten. Ja. Sie erfordern Durchhaltevermögen. Aber wer es erstmal geschafft hat dem täglichen Schlendrian zu bezwingen, profitiert von vielen zauberhaften Routine-Vorteilen.

Doch wie entwickelst du Rituale für Kinder, die nicht nur die ersten 6 Wochen, sondern auch nachhaltig darüber hinaus bestehen bleibt, ohne euch in eurem Freiraum einzuengen? Das verrate ich dir in diesem Beitrag. 



1. Rituale für Kinder - wozu?

Jede Entscheidung, die ich im Laufe eines Tages treffe, kostet mich Energie. Stell dir vor, kein Tag gleiche dem Nächsten. Jeden Morgen würdest du überlegen, ob du zuerst auf die Toilette gehen, Frühstücken oder deine Zähne putzen sollst. 

Und so würde es den ganzen Tag weitergehen. Am Ende des Tages wäre ich vollkommen erschöpft. Nicht, weil ich viel getan habe, sondern weil ich zu viel Entscheidungen treffen musste. Genauso geht es unseren Kindern. 

Zur fehlenden Energie würden wir die Chance verpassen, unseren Kindern Sicherheit zu geben. Wenn jeder Tag unsere Kinder von Neuem überrascht, wissen unsere Kinder nicht, was sie als nächstes erwartet, wann die Mitte des Tages erreicht ist und wann Zeit zu Schlafen ist. Euch passiert das nicht. Ihr habt Routinen. Sie geben eurem Tag Struktur.




2. Nachhaltige Rituale für Kinder entwickeln


Wir als Erwachsene überlegen uns Routinen, die uns dabei helfen unser Ziel zu erreichen. Bspw. können wir die Routine etablieren, täglich 20 SitUps zu wuppen, um unserer Bikinifigur für den Sommer auf die Sprünge zu helfen. Wir entwickeln ebenso Routinen mit Freunden, wie bspw. sich jede Woche zu treffen, um die Lieblingsserie anzuschauen oder gemeinsam Pizza zu essen. Wir entwickeln Rituale mit unserem Partner oder Rituale für Kinder, die uns den Alltag mit unserem Wirbelwind erleichtern sollen.

Doch wie kann eine Routine, die uns tatsächlich nachhaltig unterstützt anstatt einfach wirkungslos zu verpuffen? 

Denke jetzt bitte an dich, nehme dir am besten einen Zettel und Stift in die Hand und notiere deine aktuellen Rituale. Rituale, die du alleine, mit deinen Freunden, deinem Partner oder mit deinem Kind gemeinsam hast. Bei mir sind es bspw. meine eigene Morgenroutine, bei der ich bevor die Kinder aufwachen zum Üblichen noch mein Tanz-Warm-Up durchziehe, Augenbrauen Zupfe, Fingernägel schneide, oder mit meiner Freundin unser wöchentliches Treffen an der frischen Luft zum gemeinsamen Sport machen und Quatschen, mit meinem Partner das Treffen im Bett, sobald die Kinder eingeschlafen sind. Wir sprechen dann über alles, wozu wir tagsüber keine Gelegenheit hatten: Organisieren den darauffolgenden Tag und sprechen über das was uns an diesem Tag bewegt hat. Mit unseren Kindern habe ich eine Morgen- Mittags-, Abend-, EInschlaf und Nacht-Routine.  (Ihr könnt die Folge gerne an dieser Stelle anhalten, um eure Routinen zu notieren. Schreibe gerne auch die Rituale auf, die du dir zusätzlich wünschen würdest.) 

Denke bitte jetzt darüber nach, welche deiner Routinen gut funktionieren? Auf welche gewohnten Abläufe freust du dich sogar? Welche Routinen geraten dagegen im Alltag in Vergessenheit? Welche nerven dich, weil sie dir Freiraum nehmen oder einfach keinen Spaß machen? 

Für dich zur Veranschaulichung aus meinem Familienalltag: Meine Körperpflegeroutine morgens tut mir sehr gut, wenn ich sie voll durchziehe, erfordert aber die meiste Überwindung. Insbesondere wenn ich nachts nicht ausreichend und gut schlafen konnte. Auf das Treffen mit meiner Freundin freue ich mich bereits Tage im Voraus, weil es meine mentale Auszeit als Mama insbesondere aus der aktuellen Corona-Isolation ist und ich gleichzeitig meinem Körper etwas Gutes tue. Lustigerweise war diese Routine im Gegensatz zur vorherigen Morgenroutine ungeplant und ist ganz automatisch aus einem ersten Sportel-Treffen entstanden. Ebenso die Routine mit meinem Mann abends im Bett. Dort ist es zum Reden einfach am gemütlichsten für uns beide. 

Wir hatten aber auch bereits Rituale für die Kinder, die mich und meine Kinder genervt haben. Im Unterschied zu den bereits erwähnten Gewohnheiten, entstanden diese nicht aus unseren Bedürfnissen oder Interessen heraus, sondern waren von oben wie eine Glaskuppel auf uns aufgestülpt worden – durch mich. 

Das war so: Ich hatte mir Gedanken darüber gemacht, wie ich unserem Sohn Thiago als ältestes Kind in einer Gruppe aus Tageskindern gerecht werden kann. Manchmal wurde ihm während des Morgenkreises mit den jüngeren Kindern langweilig. Es dauerte nicht lange, bis er begann unseren Morgenkreis zu stören, was mich wütend machte, ihn wiederum sauer auf mich. Wir drehten uns im Kreis und ich suchte nach einer Lösung für dieses Morgenkreis-Debakel. Meine Schwägerin ist Erzieherin und hat mir empfohlen, Thiago einen eigenen Morgenkreis zu widmen. Eine klasse Idee, dachte ich. Doch das Kind wollte nicht. So sehr ich mich auch bemühte. Ich verstand nicht weshalb. Sogar die kleinen Kinder hatten mehr Spaß an dem Morgenkreis für Thiago als die Person, für die ich diesen Morgenkreis in das Leben gerufen hatte. Das Problem verschwand nicht. Im Gegenteil. Es frustierte mich und Thiago noch mehr als vorher.

Worauf möchte ich mit dieser Reflektionsübung und meinen Erfahrungsberichten hinaus? Auch wenn die Routine durch uns als Eltern geplant und umgesetzt wird, sollte sie nicht irgendwelche schlauen Ideen oder Rituale anderer imitieren. Wenn wir das tun, machen wir unser Kind zum Objekt irgendwelcher Erziehungsmaßnahmen. Kinder spüren das. Im schlimmsten Fall begünstigen solche Routinen, dass sich die Beziehung zu unserem Kind verschlechtert. Wir erreichen das Gegenteil, von dem was wir wollten. 

Nein, wenn du wirklich langfristig Erfolg mit deiner Routine haben möchtest, lasse die Routine wie einen natürlichen Prozess aus den Bedürfnissen und Interessen der Beteiligten entstehen. Damals verstand ich erst in diesem Moment die Worte Prof. Dr. Gerald Hüthers. Des bekannten deutschen Hirnforschers. Dem Experten, wenn es um Fragen rund um kindliches Lernen geht. Von ihm habe ich gelernt, wie wichtig es ist, dass sich das Kind in seiner Individualität wahrgenommen und gewertschätzt fühlt und wir eine gute Beziehung zueinander haben. In meinem Beispiel war es also wichtig, die Interessen von Thiago, unserer jüngeren Tochter, den anderen Tageskindern und meine eigenen Bedürfnisse einzubeziehen. 

Ich habe erneut versucht, das Problem zu lösen. Doch dieses Mal ohne von vorgefertigten Lösungen auszugehen, sondern andersherum. Und zwar so: 


Raum schaffen

Zunächst durch Abwerfen von allen „Das muss man so oder so machen“-Glaubenssätzen. 

Ziel bestimmen

Welches Ziel verfolge ich mit dem neuen Ritual? Wobei soll es mich unterstützen? Inwiefern soll sie unseren Familienalltag erleichtern oder verschönern?

Beobachten der Interessen

Anschließend durch genaues Beobachten. Wie entstand das Problem eigentlich genau und warum? Was brauchte unser Sohn wirklich in diesem Moment, um ausgeglichen zu sein? Hier beoachtete ich, dass die anderen Kindern nach ihrem eigenen Morgenkreis und der darin enthaltenen Nähe und Sicherheit loslaufen und die Welt entdecken wollten. Sie brauchten mich weniger. Thiago hat allerdings während ihres Morgenkreises versucht eigene Inhaltsideen einzubringen, die aus freiem Rollenspiel mit mir bestanden. Du kannst dein älteres Kind natürlich auch direkt mit einbeziehen und es fragen.

Bedürfnis-Check

Bedürfnisse miteinander abwägen. Die jüngeren Kinder brauchten den Morgenkreis so wie gehabt, Thiago brauchte Zeit mit mir zum Spielen, um seinen Liebes-Tank aufzufüllen. Ich hatte nach dem Morgenkreis ausreichend Freiraum dafür. 

Testlauf

Lösung finden und austesten. Ich habe zuerst den Morgenkreis mit den jüngeren Kindern durchgeführt, da sie die Nähe und Sicherheit durch das Ritual dringender brauchten als unser Sohn. Thiago war älter und war in der Lage dazu, länger abzuwarten. Anschließend konnte ich ca. 10 bis 15 Minuten relativ ungestört mit Thiago in seine Spielwelt eintauchen. Es funktionierte.

Herzlich Willkommen, neues Ritual!

Funktionierende Lösung als Ritual einführen, ggf. nochmal anpassen. Bei uns war das Problem seitdem verschwunden. Der Morgenkreis für die Tageskinder blieb ungestört. Alle waren zufrieden. Eine Win-Win-Situation!



3. Rituale für Kinder - Überlebenselexier


Nach Einführung der neuen Routine heißt es Dranbleiben. Es dauert bis zu 6 Wochen bis sich Gehirnstrukturen zugunsten eurer neuen Gewohnheit vollständig entwickelt haben. Dann ist es auch nicht schlimm, wenn die Rituale für deine Kinder mal ausfallen.. 

Zu häufig sollte es über einen längeren Zeitraum jedoch nicht sein. Auch bei uns hatte sich der Schlendrian eingeschlichen. Wir hatten die für uns super funktionierende Morgen- und Mittagsroutine gefunden und es lief. Dann schloss die KiTa Mitte Dezember aufgrund der neuen Corona-Auflagen, der Urlaub stand kurz bevor und erst letzte Woche startete der erste KiTa-Tag. Für uns war währenddessen Ausschlafen angesagt, flexibles Homeoffice und das Leben genießen. Solch eine Pause kann deine Routine ein Stück weit aushebeln. Ganz verpufft sind unsere Rituale nach der 1-monatigen Pause zwar nicht, laufen aber nicht mehr so rund. Und erfordern mein bewusstes Erinnern.

Anderes Beispiel, anderes Überlebensthema für ein Ritual: Wenn die Routine nur einseitige Bedürfnisse befriedigt und sich die äußeren Umstände verändern: Unserem Sohn hatte ich abends vor dem Schlafengehen eine kleine exklusive Spielzeit eingeräumt. Zusammen mit unserem Sohn zu spielen ist für ihn neben Hilfestellung der größte Liebesbeweis. Hat unser Sohn diese Spielzeit geliebt, sich täglich auf diese gefreut und diese eingefordert – jeden Tag! Ja. Auch am Samstag Abend, wenn es nach dem Besuch von Freunden mal später wurde. Auch wenn ich abends echt müde war. Mir war diese Routine schon nicht mehr ganz so lieb, als sich die Umstände um mich und unseren Sohn veränderten. Unsere Tochter wurde älter und blieb länger wach. Sie wollte mit uns mitspielen, Thiago bestand aber auf seine eigene Spielzeit, 2 Spielzeiten am Abend wären mir zu viel geworden. Damit war diese Routine als Teil unserer Abendroutine gestorben. Wir haben sie beerdigt und nach Alternativen gesucht, die besser den aktuellen Bedürfnissen von uns allen gerecht wurden.

Rituale für deine Kinder dürfen und sollen sich im Laufe der Zeit verändern. Immer dann, wenn sie...


Damit sind wir am Ende dieses Beitrags angekommen. Ich hoffe, dass meine Tipps zukünftig nur noch für neue Rituale für deine Kinder führen werden, die deinen Alltag erleichtern und verbessern  Hat euch dieser Beitrag gefallen? Dann empfehlt ihn gerne euren Lieben weiter, denen ihr ebenfalls viel Familienglück wünscht. 

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Ich freue mich über dein Interesse. Bis zum nächsten Beitrag!

Herzliche Familienglücksgrüße

Deine Juliane

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Juliane dos Santos

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