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Erlebt ihr euer Kind aktuell als bockig? Wütet es, kooperiert nicht und bringt euch damit manchmal zum Verzweifeln?

Ich verrate euch in diesem Beitrag das Geheimnis über die Trotzphase alias Autonomiephase.  Außerdem gebe ich euch eine Strategie an die Hand, mithilfe derer ihr dem nächsten Trotzanfall im Supermarkt entspannt entgegenblicken könnt.

1. Ursachen der Trotzphase / Autonomiephase


Weshalb also muss dieses Gebocke und Gezicke ab anderthalb bzw. 2 Jahren sein?

Eigentlich müsste ich euch an dieser Stelle gratulieren! Weshalb? Euer Kind startet gerade einen wichtigen Entwicklungsschritt. Es sieht sich als eigenständigen Menschen, der selbst Entscheidungen treffen kann und möchte. Spulen wir zwei Jahrzehnte vor, ihr seht euer erwachsenes Kind vor euch: Es ist selbständig, übernimmt Verantwortung für sein Handeln, kann sich durchsetzen, kann auch negative Gefühle zulassen anstatt sie zu verdrängen, ist eine ganz eigene Persönlichkeit, die sich genauso so zeigt wie sie ist und selbstbestimmt ihr Leben lebt, ohne sich von Freunden oder Partnern fremdbestimmen zu lassen. Wollt ihr, dass so ein Mensch aus eurem Kind wird? Jetzt ruft bitte allle JAAA! Das will ich.

Und wenn ihr das wollt, könnt ihr euren Blickwinkel über diese Phase ändern. Dann beginnt ihr dankbar darüber zu sein, dass euer Kind jetzt den ersten Schritt in genau diese Entwicklung macht. Nicht erst in einem halben Jahr, nein jetzt.

Damit all diese wunderbaren Effekte eintreten, gilt es ein paar Dinge richtig zu machen:

Okay, ich möchte euch das Ganze an einem Beispiel verdeutlich. Stellt euch vor, ihr geht mit eurem Kind in den Supermarkt einkaufen. Auf Drängeln eures Kindes, habt ihr gesagt: "Ja, eine Süßigkeit darfst du dir aussuchen." Es hat sich für Gummibärchen entschieden. Die Kasse ist zum Greifen nah, du möchtest gerade die Salatgurke auf das Kassierband legen, da zerrt dein Kind an deinem Hosenbein. Es hat Kekse mit Teddybären entdeckt und möchte diese Kekse jetzt unbedingt auch haben. An dieser Stelle beginnt dein 1. Check: Du hast eigentlich nur eine Süßigkeit erlaubt, ist es ok für dich doch noch etwas zu kaufen? Wenn du es möchtest, tu es einfach. Wenn nicht, sagst du wahrscheinlich: „Nein, die Kekse möchte ich nicht kaufen“ Vielleicht würde es helfen, jetzt nochmal an die Regel zu erinnern, dass für dich nur eine Süßigkeit ok ist und als Alternative vorschlagen, dass sich dein Kind die Kekse nehmen darf, wenn ihr die Gummibärchen wieder aufräumt. Das tust du aber nicht, weil du erschöpft von deinem Arbeitstag bist und nach Hause möchtest. Und das ist vollkommen OK! 

Dein Kind bleibt behaarlich, beginnt zu schluchzen, dann zu weinen. Das Weinen wechselt sich mit dem Geschrei ab: "Jana, ..." (so heißt euer Kind für dieses Beispiel.) Es schreit also: "Jana, Kekse!"

Ihr seid erschöpft und genervt, rollt mit den Augen und fragt euch: Weshalb so ein Aufstand wegen ein paar lächerlichen Bärchenkeksen? „Ich habe NEIN gesagt“ erwiderst du energisch und genervt. Jana spürt dein Unverständnis. Ihre Traurigkeit verwandelt sich in Wut, jetzt geht gar nichts mehr. Sie wütet, wirft sich auf den Boden, ein Hoororszenario für die meisten von uns. Du wünschst dir ein Loch im Boden, in dem du versinken kannst. Die Blicke der anderen Supermarktbesucher spürst du auf dir kleben.

Lass und nochmal zurückspulen bis an die Stelle, als du noch entspannt warst und Jana traurig und vielleicht etwas wütend auf dich war, weil du ihr die Kekse nicht kaufen wolltest. 

An dieser Stelle reagierst du jetzt anders:

Du atmest tief durch und stellst dir vor, du hast richtig großen Appetit auf Eis. Sofern du Eis nicht so sehr liebst wie ich, stelle dir bitte etwas anderes für dich unheimlich Leckeres vor. Als du deinen Lieblingseisbecher vor dir siehst,  schmeckst du in Gedanken bereits die Vanillenote und spürst die sahnig leichte Konsistenz auf deiner Zunge. Da sagt dein Partner: "Nein, wir kaufen heute kein Eis." Wie würdest du dich fühlen. Das wäre echt übel, oder? Und wie kommt dein Partner eigentlich darauf, dir dein Eis zu verbieten?!! Genauso fühlt sich gerade dein Kind! Aber du bist erwachsen und kannst deine Gefühle kontrollieren. Doch dein Kind kann seine Gefühle in diesem Alter ...übrigens noch lange nicht... kontrollieren. Alle Emotionen fließen heraus. Und das ist ok! Es ist doch auch echt traurig und du hast es als Mama nicht erlaubt. Da ist es doch verständlich, dass dein Kind wütend auf dich ist.

Jetzt wo du verstehst, um was für einen Weltzusammenbruch es gerade geht, begibst du dich auf Augenhöhe deines Kindes. Du gehst in Kontakt über deinen Blick, deine mitfühlende Stimme oder durch Berührung, sofern dein Kind deine Berührung gerade zulassen kann.

Jetzt ist es nicht mehr alleine mit den überwältigenden Gefühlen. Die Hilflosigkeit verschwindet.

Vielleicht helfen deinem Kind jetzt Worte dabei, um besser zu verstehen was gerade in ihm vorgeht:

"Du bist traurig, weil ich dir nicht die Bärchenkekse kaufe, richtig?" "JAAAAA!", schluchzt euer Kind. "Und wütend bist du auch geworden, oder?" Euer Kind nickt. "Ich verstehe, dass du die Kekse gerne möchtest. Ich möchte sie jetzt aber nicht kaufen und ich möchte gerne bezahlen und nach Hause. Ich fühle mich erschöpft.", erklärst du deinem Kind. "Vielleicht ... " (Achtung: Jetzt  kommt ein Alternativangebot) "Vielleicht können wir schauen, ob wir noch Kekse oder Eis als Nachtisch für unser Abendessen zu Hause haben."

Meistens ist es damit gut. Manchmal aber auch nicht, dann wartet ab, tröstet und begleitet euer Kind weiterhin wie beschrieben durch die aufbrausenden Gefühle. Wenn gar nichts mehr geht, nehmt euer Kind liebevoll auf den Arm, bezahlt und fahrt erstmal nach Hause.

Was lernen wir?

Immer Kekse zu Hause haben. Nein, Quatsch. Es geht darum, die Situation des Kindes zu verstehen. Das betrifft jeden Trotzanfall. Meistens wird aus dem Anfall überhaupt kein Anfall, wenn wir uns vorher die Zeit nehmen zuzuhören, Kompromisse zu finden und Alternativen anbieten.

Manchmal geht es darum, sich öfter zu fragen, warum eigentlich nicht? Wenn euer Kind bspw. die Jogginghose des Tages für nachts anbehalten möchte, anstatt den Pyjama anzuziehen und die Hose sauber ist. Was spricht dagegen? Wenn es beim Bäcker den Donut ganz hinten rechts haben will. Den Donut mit den allermeisten regenbogenfarbenen Streuseln. Warum nicht? Lassen wir unser Kind sich in seiner Eigenständigkeit auch mal ausprobieren, wenn es uns möglich ist und das Kind dadurch keinen Gefahren ausgesetzt wird. Auf diese Weise lernt es auch Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen.


2. Zusammenfassung

Ich fasse nochmal zusammen, was wir als Eltern zu einer gelungenen Autonomiephase alias Trotzphase beitragen können:


1.)Zeit nehmen zum Zuhören.

2.)Fragt euch: Muss es wirklich ein Nein sein? Was spricht eigentlich dagegen?

3.)Ist ein Kompromiss möglich? Kann ich eine Alternative anbieten?

4.)Eurem Kind auf Augenhöhe mit Mitgefühl durch den Wutanfall begleiten: Kontakt durch Blick, Stimme oder Berührung herstellen und die aufbrausenden Gefühle in Worte fassen. 


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Ich hoffe, meine Tipps helfen dir dabei, gelassen durch die Autonomiephase / Trotzphase zu spazieren. 


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Ich danke dir für dein Interesse an eurem Familienglück.

Herzliche Grüße

Deine Juliane

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E-Mail: santos.juliane@icloud.com

Juliane dos Santos

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